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Erfolgskonzept Regionale Ausbildungsbörse
Volle Hallen und gute Kontakte zwischen Schülern und Ausbildungsfirmen


Bruchsal. (suma) Die Ausbildungsbörse im Bruchsaler Bürgerzentrum am Samstag war wohl für Aussteller wie Besucher eine Punktlandung. Viele Eltern hatten sich an die Empfehlung der Organisatoren gehalten und kamen mit ihrem Nachwuchs gut vorbereitet zur Ausstellung.

„Die Bruchsaler Ausbildungsmesse ist fantastisch organisiert, gut besucht und wird ausgezeichnet beworben“, lobte Ausbilder Bernd Ritter vom KIT. An diesem Vormittag hatte er eine große Zahl ergiebiger Gespräche geführt. Die Hälfte der rund 100 Auszubildenden, die das KIT pro Jahr einstellt, hat zuvor das einwöchige Praktikum absolviert.

Bei der Ausbildung seien Eltern die Mitentscheider, erklärte Klaus-Peter Schillo, Leiter der Ausbildung im kaufmännischen Bereich, in der IT und im Dualen Studium bei SEW-Eurodrive. Bei der Vielfalt an Berufen gelte es heute herauszufinden, was den Einzelnen interessiere.

„Magst du am Ende deiner Arbeit so ein Maschinenteil in der Hand halten oder bevorzugst du eine Arbeit am Schreibtisch, möchtest du körperlich im Freien arbeiten oder in einem Büro?“, seien die Fragen. „Oft legen sich die Schüler auf einen Beruf fest, dabei ist es viel besser ein ganzes Berufsfeld in Augenschein zu nehmen und dann zu hinterfragen, was man an einer Tätigkeit mag oder nicht mag“, empfahl Schillo.

Er lud die Schüler zum Tag der Ausbildung bei SEW am 30. April ein, in dessen Rahmen ein Blick über die Schulter von Auszubildenden gewährt wird. Für einen Ausbildungsplatz bei dem gefragten Unternehmen muss man sich ein Jahr vorher bewerben. „Mach es gleich in der ersten Ferienwoche“, gab er einem Jungen mit auf den Weg.

„Ich bin überrascht von der Frequenz der Anfragen und ihrer hohen Qualität“, freute sich Sylvia Benz vom Möbelhaus Mann Mobilia in Karlsruhe, die mit ihrem Unternehmen das erste Mal auf der Messe vertreten war. Im nächsten Jahr will sie wieder mit dabei sein. Auch Samanth-Tanisha, die das Bruchsaler Brauhaus Wallhall im traditionellen Dirndl präsentierte, strahlte:

Die Aufmerksamkeit für das Hotelfach sei groß, auch bei den Jungs. In der Berufsfachschule sei inzwischen die Hälfte der Klasse männlich. Gunther Krings, der am Stand von John Deere über die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik informierte, bestätigte im Gegenzug ein großes Interesse in den Bereichen Elektronik und Mechatronik bei den Mädchen.

Den Global Player in Sachen Landmaschinen steuerte auch Katharina Dahmen an, die sich mit afrikanischen Asylbewerbern aus Bruchsal und Zeutern nach Praktika und Ausbildungsplätzen erkundigte und die Unternehmen über einschlägige Programme für Flüchtlinge informierte.

Die Aussteller hätten Offenheit und Interesse gezeigt, erklärte die Sozialberaterin. Damit habe sich das neue Konzept der Ausbildungsbörse, das die Eltern eng in die Suche nach Ausbildungsfirmen einbindet und die Messe auf vier Stunden beschränkt bewährt, so das Fazit von Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick zum Erfolg der Veranstaltung.

Auf die Frage nach einer weiteren Optimierung nannte Schul- und Sportamtsleiter Rainer Rapp die Bitte vieler Aussteller nach einer zentralen Ausbildungsbörse in der Region. Außerdem sei die Ausbildungsbörse für viele ja auch ein Hoffnungslauf, der sich, mit der gleichnamigen Großveranstaltung, direkt im Anschluss, hervorragend verbinden ließe.





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